MEDIzin der alten völker             IRIS LILLA

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Tabakzeremonie des indigenen Stammes der Witoto (Kolumbien)

Die Duga ist ein Gruppenritual der kolumbianischen Witotoindianer mit psychotherapeutischem Charakter. Sie arbeiten mit der Pflanzendeva des Tabaks (Nicotiana rustica) in der Form einer alchemistisch verarbeiteten Paste, genannt Ambil. In dieser sakralen Zubereitungsform wird der Tabak mit Pflanzensalz und Wasser drei Tage rituell gekocht, besungen und gesegnet. Während der zeremoniellen Einnahme, in Form eines Kreisrituals, erzählen sie ihre heiligen Mythen. Das Erlernen dieser Mythen ist ein heilsamer Prozess, der uns mit unseren unerlösten Seelenanteilen verbindet und, wie die Witoto sagen, „das Wort versüßt“, also Heilung bringt.
Ich habe von meinem Lehrer den Auftrag bekommen, dieses Ritual in Europa bekannt zu machen unter Zuhilfename unserer indogermanischen Mythen.

 

Tabak als sakrale Heilpflanze

“Bevor es Wissenschaft gab, wurde alles mit dem Herzen verstanden und ausgedrückt”. In der Sprache des Volkes der Witoto nennt man das „Aiñïraima“.

     

Was ist sakraler Tabak und worin liegt seine Heilkraft?

Die Witoto sind ein indigenes, kolumbianisches Amazonasvolk. In ihrer Sprache heißt der sakrale Tabak Dïona (Dïe= Blut, O= Sie, Na=Essenz), also „die weibliche Essenz des Blutes“.
Der Mythos erzählt, dass die Göttin Dïona sich ursprünglich als die Quelle der Weisheit zur Verfügung gestellt hat. Sie wurde von den Menschen beleidigt und respektlos behandelt.  Die Krankheiten, die der Tabak uns bei unsachgemäßem Gebrauch zufügt, sind die Rache der mißachteten Göttin.

Die von der Göttin verliehene Kraft kann man nicht manipulieren. Wenn man sich ihr hingibt, sich mit ihr vereinigt und sich ihr unterwirft, ist sie ein Geschenk.

Der Tabak erzeugt einen heiligen, vollkommen harmlosen Rausch. Dieser Zustand ist mit der Ekstase der Weisheit verbunden. Er entsteht aus dem Kontakt des Herzens mit der Vollkommenheit der Pflanze.

Dïona als göttliche Wesenheit des Tabaks  trägt Leben und Tod (Heilung und Krankheit) in sich. Nur das innere Gleichgewicht und die Absicht, mit der man die Pflanze benutzt, entscheiden, in welche Richtung uns diese Macht führt.

 

Was ist der Unterschied zwischen dem sakralen und dem herkömmlichen Gebrauch der Tabakpflanze?

Das Geheimnis liegt:

  1. in der Absicht, mit der man sich der Pflanze nähert;
  2. in der Erkenntnis die man durch sie gewinnt;
  3. in der vorurteilsfreien Haltung, mit der man sie zu sich nimmt;
  4. in der Enthüllung der Lehre und der Heilkraft der Seele des Tabaks.

Duga Zeremonie mit Friedrich Rehrnbeck


30.07.2019

Beginn 9.00 Uhr - ca. 18.00 Uhr


Kosten pro Person: 130,- Euro

Anmeldung